Geschichte der FF-Hundsheim

Auf Anregung des Bürgermeisters Peter Kupler und des Pfarrers Bidzuvsky wurde am 8. September 1876 ein Verein der „Freiwilligen Feuerwehr“ in der Stärke von 38 Mann gegründet und eine Knaust`sche Saugspritze zum Preis von 700 Gulden angeschafft. Vom Landesausschuss erhielt die Gemeinde dazu 300 Gulden, die Gemeindemitglieder spendeten 354 Gulden und Baron von Walterskirchen trug 50 Gulden bei. Zum Ankauf weiterer notwendiger Ausrüstungsgegenstände wie Schläuche und Helme sammelte man eifrig Geld. Auch seine Majestät Kaiser Franz Josef I. trug sich mit einer Spende von 50 Gulden anno 1877 in die Einnahmenliste ein. Der erste Hundsheimer Feuerwehrkommandant war Greger Josef.

Die junge Wehr konnte sich kurz nach ihrem Gründungstag einige Male bestens bewähren. So zum Beispiel am 30.September 1877, als um 1 Uhr Nacht in der Scheune von Alois Kammlander (Nr. 80) ein Feuer ausbrach, welches das Haus selbst und das Wirtschaftsgebäude des Nachbarn Wenzel-Bauer niederbrannte. Nur der jungen Wehr und der Leistungsfähigkeit der neuen Saugspritze war es zu verdanken, dass das Feuer nicht um sich griff. Auch kam die Wehr den Nachbarortschaften zu Hilfe, wie 1891, als das Schloss des Freiherrn von Ludwigstorff in Deutsch-Altenburg brannte. Der 25. Bezirksfeuerwehrtag fand 1911 in Hundsheim statt. Insgesamt sind zu diesem Bezirkfeuerwehrtag sämtliche Wehren mit 160 Mann und die Feuerwehr Edelstal angereist.

altesFuerwehrhauskleiner Altes Feuerwehrhaus TSDKWkleinDKW Motorspritze

Am 15. August 1930 wurde unter Kommandant Ludwig Buxer am heutigen Standort des Hundsheimer Feuerwehrhauses das neue Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr Hundsheim eingeweiht. Im Jahre 1934 gelang es dem damaligen Kommandanten Alois Würthner die erste Motorspritze, eine DKW, anzuschaffen.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Feuerwehr unter Kommandant Karl Schmid wieder neu aufgebaut. Unter Führung des Kommandanten Josef Kammlander wurde 1958 ein Mannschaftswagen von der Fa. Rosenbauer angekauft. Eine Tragkraftspritze Rosenbauer Automatic TS75/VW konnte unter Kommandant EBI Leopold Straka 1962 angeschafft werden. 1976 renovierte die Feuerwehr das 1930 erbaute Feuerwehrhaus. Auch der Mannschaftswagen entsprach nicht mehr den technischen Erfordernissen. Daher entschloss sich die Feuerwehr Hundsheim unter Kommandant Vinzenz Pischitz einen Ford Transit Kastenwagen anzukaufen, in Eigeninitiative mit feuerwehrtechnischer Ausrüstung zu versehen, und zu einem Kleinlöschfahrzeug auszubauen. Der Feuerwehr Hundsheim stand das erste Feuerwehrfahrzeug zur Verfügung.

erstesFeuwehrautoklein1976 Ankauf des Ford FeuerwehrjugendJugendlager 1982

1979 konnte durch den Ankauf eines 2600l Vakuumfasses der Firma Bauer die Einsatzbereitschaft zur Brandbekämpfung gesteigert werden. Das Feuerwehrhaus wurde 1980 aufgestockt und ein Mannschaftsraum errichtet. 1982 stand im Zeichen der Nachwuchsarbeit durch Gründung der Feuerwehrjugend. Die Jugendführer Herbert Schmid und Robert Kammlander führten die Feuerwehrjugend bis 1986. Im selben Jahr musste die Feuerwehrjugend wieder aufgelöst werden, da die Mitglieder in den aktiven Stand übertraten. Um die persönliche Schutzausrüstung zu verbessern, wurden 1986 drei Atemschutzgeräte beschafft.

Ein Kleinlöschfahrzeug, aufgebaut von der Firma Lohr, wurde 1987 unter Kommandant Herbert Schmid angekauft und im gleichen Jahr anlässlich der Verleihung des Gemeindewappens eingeweiht. Das Fahrzeug steht heute noch im Einsatzdienst der Feuerwehr Hundsheim. 1991 konnte eine Tragkraftspritze des Typs FOX der Fa. Rosenbauer angekauft werden.

KLFDas 1987 in Dienst gestellte KLF FeuerwehrhausDas Feuerwehrhaus der FF Hundsheim

Der Gemeinderat unter Bürgermeister Hubert Math beschloss 1993 in Abstimmung mit dem Feuerwehrkommando, die Platzprobleme durch die höher werdenden technischen Anforderungen durch einen Zubau zu beseitigen. Der Zubau, bestehend im Erdgeschoß aus einer Fahrzeughalle, im Obergeschoß aus Mannschaftsraum, Büro, Küche und Sanitärräumen konnte in den folgenden Jahren unter Kommandant Franz Freisinger errichtet werden. Nach dreijähriger Bauzeit erfolgte zum 120jährigen Bestandsjubiläum 1996 die Übergabe und Einweihung des Zubaus.

Zur Erweiterung des Fuhrparks wurde das von der BTF ATW Hainburg ausgeschiedene Kleinlöschfahrzeug, ein Ford Transit BJ 1976 im Jahr 2000 angekauft und zu einem Transportfahrzeug umgebaut. Dieses Fahrzeug wird noch heute für diverse Transporte verwendet. Im gleichen Jahr konnte die Feuerwehrjugend Hundsheim mit neun Mitgliedern unter Kommandant EHBI Johannes Kammlander neu gegründet werden. Die Führung der Feuerwehrjugend übernahm HBI Hans-Anton Feldner. Im Jahr 2004 organisierte die Feuerwehr Hundsheim den Bezirksjugendbewerb am Sportplatz Hundsheim.

FahrzeughalleDie Fahrzeuge der FF Hundsheim Fest8Das neue Rüstlöschfahrzeug

Im November 2008 wurde das neue Rüstlöschfahrzeug 2000, aufgebaut von der Firma Rosenbauer auf einem MAN-Fahrgestell, ausgeliefert. Die Feuerwehr und Gemeinde Hundsheim unter Kommandant EHBI Kammlander Johannes und Bürgermeister Morent Robert realisierte damit eine zeitgemäße Ausrüstung. Mit dem RLFA 2000 steht der Feuerwehr Hundsheim ein modernes Allroundfahrzeug, ausgerüstet für Brandeinsätze und technische Einsätze zur Verfügung.

Im Jahr 2015 wurde der neu gestaltete Feuerwehrplatz eröffnet. Die Gemeinde Hundsheim erwarb das alte Kaufhaus Mrvik, lies es abreissen und die entstandene freie Fläche neu gestalten. Der Feuerwehr steht nun genug Platz beim Aus- und Einfahren mit den Fahrzeugen und ein attraktiver Vorplatz zur Verfügung.

Zum 140. Gründungsjubiläum, das wir im Mai 2016 feierten, konnte unser neu angekauftes Hilfeleistungsfahrzeug (HLFA 1) gesegnet werden.

Nach Langem nahm 2017 wieder eine Wettkampfpgruppe an Wettbewerben teil. Beim Landesfeuerwehrleistungsbewerb 2017 in St. Pölten wurde das Leistungsabzeichen in Bronze erreicht, 2018 in Gastern im Waldviertel das Leistungsabzeichen in Silber.